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Aufräumen im Ernährungschaos

Aufräumen im Ernährungschaos
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Paleo, Low Carb, Saftkuren, Superfoods: Ernährungsratschläge widersprechen sich oft. Ohne Einordnung wird aus jedem Trend eine Vorschrift. Eine Ausbildung hilft dir, Zweck, Grenzen und Ziel einer Ernährungsform zu unterscheiden.

Inhalt
  1. Ausbildung zum Ernährungstrainer genau richtig
  2. Der Ernährungswissenschaftler
  3. Der Diätologe
  4. Der Ernährungstrainer
  5. Was heißt das nun?
  6. Fazit

Ausbildung zum Ernährungstrainer genau richtig

Wenn man einen Trainingsplan und Betreuung während des Trainings möchte, ist der Fitness- und Personaltrainer da. Wenn man Schmerzen hat, gibt es verschiedene Ärzte und wenn man sich bekochen und bedienen lassen möchte, geht man ins Restaurant. Paleo Diät, Low Carb Kost, Saft-Diät, Ernährung mit sogenannten Superfoods … Eine Vielzahl an Ernährungs- und Diätformen überflutet derzeit die Fitness- und Gesundheitsbranche. Nun sollte man allerdings wissen, wie man welche Ernährungs- bzw. Diätform einsetzt und vor allem zu welchem Zweck.

Besonders für Laien, die über keinerlei Ausbildung im Ernährungsbereich verfügen, ist es eine große Schwierigkeit, sich in dieser oft widersprüchlichen Vielfalt zurechtzufinden. Insbesondere, wenn nebenbei Sport betrieben wird, ist der Wunsch nach einer passenden, vor allem aber zielorientierten Ernährung groß, damit Erfolge schnell eintreffen.

Aufräumen im Ernährungschaos

Wer kann nun aber Abhilfe schaffen? Wer kann die Fragen beantworten, wo Vor- und Nachteile einer Ernährungsform sind? Und wer darf Ernährungspläne erstellen? Prinzipiell ist es natürlich ideal, Ernährungspläne und -Tipps sowie einen auf persönliche Wünsche spezialisierten Trainingsplan aus einer Hand zu bekommen. Bevor man sich aber an einen Ernährungstrainer, Diätologen oder Ernährungswissenschaftler wendet, sollte man diese unterscheiden können.

Der Ernährungswissenschaftler

…erlangt diesen Namen durch das Studium der Ernährungswissenschaft. Das Studium ordnet sich den Naturwissenschaften unter und beschäftigt sich intensiv mit Biochemie, mit der Wirkung und den Ursachen von Nahrungsaufnahme und was mit der aufgenommenen Nahrung im Organismus passiert, auch was die einzelnen Moleküle sind und was sie bewirken. Physik, Mathematik und Statistik finden in diesem Studium ebenfalls ihren Platz. Das Studium wird gerne in Kombination mit anderen Studiengängen der Gesundheitsbranche oder in Kombination mit anderen Gesundheitsberufen ausgeübt.

Der Diätologe

Diätologe wird man mit dem Studium der Diätologie. Dieses wird häufig fälschlicherweise mit dem Studium der Ernährungswissenschaften in einen Topf geschmissen. Obwohl sich die Studiengänge ähnlich sind, gibt es einige signifikante Unterschiede. Im Studium der Diätologie geht es besonders um das gesellschaftliche Interesse an Ernährung, also darum, Menschen in ihrer Ernährung zu beraten und zu unterstützen. Außerdem bildet ein Schwerpunkt die ernährungsbedingten Krankheiten und Medizin und Gesundheit. Diätologie ist ein gesetzlich anerkannter und geschützter Beruf und Diätologen sind zusätzlich dazu befugt, mit Ärzten gemeinsam Patienten zu behandeln.

Der Ernährungstrainer

Der Ernährungstrainer ist ein Beruf, den man im Gegensatz zum Ernährungswissenschaftler und Diätologen in relativ kurzer Zeit erlernen kann. In der Ausbildung werden die wichtigsten Inhalte aus der Ernährungswissenschaft und der Diätologie behandelt und der Ernährungstrainer verfügt nach Absolvierung der Ausbildung über ein solides Wissen im Bereich Ernährung. Er kann Workshops abhalten oder als Vortragender tätig sein, er kann Tipps geben und Kochkurse abhalten. Der Beruf wird besonders gerne in Kombination mit einem Fitness- oder Gesundheitsberuf erlernt oder in Selbstständigkeit ausgeübt.

Was heißt das nun?

Für den Endverbraucher bedeutet das, dass er mehrere Ansprechpartner hat, an die er sich wenden kann, wenn er Tipps für seine Ernährung möchte, die allerdings unterschiedliche Schwerpunkte haben. Wenn explizit Ernährungsberatung und Ernährungspläne gewünscht werden, bleibt das dem Diätologen alleine vorbehalten, da der Beruf, wie bereits erwähnt, geschützt ist.

Für jeden, der sich die Informationen aber nicht aus einer anderen Hand holen möchte, für jeden, der sich das Wissen gerne selber aneignen möchte und das Wissen weitergeben möchte (in Form von Tipps, Workshops, an seine eigenen Kinder oder an seine Kunden) für jeden, der sich eine eigene Meinung über verschiedene Diätformen bzw. Ernährungsformen und Diskurse in der Wissenschaft machen möchte und für jeden, den es interessiert und der sich bewusst und gesund ernähren möchte, bietet die Ausbildung zum Ernährungstrainer die idealen Voraussetzungen.

Der Ernährungstrainer eignet sich, wenn man bereits beruflich ausgelastet ist aber mehr wissen möchte, wenn man sich ein zweites Standbein aufbauen möchte, wenn man nicht die Möglichkeit hat, ein Studium in diesem Bereich zu absolvieren oder wenn man einfach kein Studium absolvieren möchte, weil man vielleicht gar nicht so stark in die Tiefe der Materie eindringen möchte. Auch die Kombination mit einer Ausbildung zum Fitness- oder Personaltrainer oder Vital- und Gesundheitscoach ist beliebt, da man mehr Leistungen aus einer Hand anbieten kann, was für Kunden praktisch ist.

Der Ernährungstrainer ist damit weniger umfangreich als ein Studium aber trotzdem eine wunderbare Erweiterung des Wissens und der beruflichen Möglichkeiten.

Fazit

Nicht jede Ernährungsform passt zu jedem Ziel. Wer trainiert und essen zugleich steuern will, braucht jemanden, der Unterschiede erklären kann – oder die Ausbildung, die genau das lehrt.

Weiterlesen: Diät oder Ernährungsumstellung.

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